hagebuttenwein-ansatz / traubenmaische / winterruhe


vor einer woche war es höchste zeit, hedscherl zu ernten. an einem trüben, kalten nachmittag flüchtete ich aus dem studio in die freie wildbahn.


ja, es gab noch hagebutten, wenn auch nicht mehr allzuviele. eine hälfte war noch fest, die andere, vom frost gekitscht, zergatschte mir zwischen den fingern. am abend stundenlange hedscherl-putz-meditation.



tage davor, beim aufräumen des werkstatt-hofes, hatte ich noch einige vergessene weintrauben entdeckt – und vorsorglich in einem glas eingemaischt. mit der gärenden traubenmaische impfte ich nun den hagebuttenansatz: die umgewöhnung der hefe von traube auf hagebutte scheint funktioniert zu haben: schon blubbern die hedscherl in der küche vor sich hin.



gestern die werkstatt winterfest gemacht: wasser abgesperrt, frostwächter angesteckt, linden- und birkenholz unter dach gebracht. im hof sieht alles sehr ordentlich, aber auch ein bisschen traurig aus – oder bin das ich? warten auf den winter.




innen alles gut: die traubenmaische gärt. weinreben liegen bereit für das kommende frühjahr (fragolino, aus der toskana – für alle, die den weinstock in b14 nicht kennen). die farbsteine warten auch.
und hier der blick ins fass: maischegaerung_b14